Der Hufbeschlag

Zum Abnehmen des Hufeisens müssen stets zuerst die Nieten einzeln mit der Nietklinge unter Schonung des Wandhorns geöffnet werden . Durch leichte Schläge mit dem Klopfschlegel auf die unter den Nieten angesetzte Nietklinge werden sie aufgebogen. Danach wird das Eisen gelockert

( " gelüftet"). indem die Nietklinge vorsichtig zwischen Eisen und Huf im Trachtenbereich eingeschlagen wird. Durch langsames Hebeln ( vorsichtig, um zu vermeiden, dass der Tragrand ausbricht oder die Sohle gequetscht wird)wird das Hufeisen abgehoben . Das gelockerte Hufeisen wird wieder gegen den Huf eingeschlagen. Dadurch können die hervorstehenden Hufnägel einzeln herausgezogen werden.

Beim Zubereiten des Hufes soll folgendes erreicht werden :

  1. Der Huf wird zum Fesselstand passend gemacht
  2. Der Huf wird auf seine natürliche Größe gebracht , das lose Zerfallshorn aus der Sohle und vom Strahl wird entfernt.
  3. Herrichten eines ebenen Tragrandes, der aus der Hornwand , der weißen Linie und einem in der Breite möglichst der Dicke der Hornwand entsprechenden Raum stützfähigen Sohlenhornes besteht.

Das zubereiten beginnt mit dem Abtragen des bröckeligen, nicht stützfähigen Sohlenhornes und der losen Teile des Strahl mit Hilfe eines Rinnhufmessers. Der Hornstrahl wird möglichst breit und kräftig gelassen.

Mit der Hauklinge und dem Klopfschlegel wird der Tragerand rundherum gekürzt.

Das nach der Hufgröße ausgewählte Eisen wird im Feuer gleichmäßig rot- warm gemacht und am Amboss zurechtgeschlagen!

 

Die Vorderhufeisen erhalten immer eine angebogene Zehenrichtung, die das Abrollen über die Zehenspitze erleichtert. Das mäßig erwärmte Hufeisen wird mit dem Aufpasszirkel auf den Tragerand gesetzt.

Das Aufbrennen darf nur kurze Zeit dauern. Danach wird geprüft, ob der Tragrand eben ist und die Nagellöcher über der weißen Linie liegen. Nach dem Richten und Aufpassen des Hufeisens wird es aufgeschlagen .

Mit dem Hufbeschlaghammer werden die Nägel durch das weiche Horn der weißen Linie und das härtere Horn der Wand getrieben. Hinter der weitesten Stelle des Hufes darf nicht genagelt werden, da sonst der Hufmechanismus behindert wird. Die Nagelspitzen werden mit der Zange abgekniffen.